Das Bochumer Gesundheitstraining

Was kann ein Kranker – zusätzlich zu seiner ärztlichen Versorgung – durch eigene Initiative tun, um wieder gesund zu werden bzw. seine Lebensqualität entscheidend zu verbessern? Das Bochumer Gesundheitstraining kann die Lösung sein. 

An der Ruhr-Universität Bochum wurde durch Prof. Dr. Dr. W. Niesel und Dipl.- Psych. E. Beitel ein ganzheitliches Trainingsprogramm entwickelt, welches zunächst nur für Krebspatienten gedacht war. Ziel war es, den Teilnehmern zusätzlich zu ihrer medizinischen Versorgung Hilfe und Unterstützung im psychologischen Bereich anzubieten.

In zahlreichen Gesprächen wurden Patienten der verschiedensten Erkrankungen interviewt, welche psychologischen Themen sie für ihre Gesundheit als besonders wichtig ansehen.

Dadurch zeichneten sich immer deutlicher bestimmte Schwerpunkte ab, welche die Befragten als wichtig in einem Gesundheitstraining wiederfinden wollten und die somit in das BGT eingeflossen sind.

Durch Entspannungsverfahren, Visualisierungen und psychotherapeutischen Methoden mit Imaginationen (z.B. Autogenes Training, Katathymes Bilderleben) sowie systemische Therapie sind die Methoden, die bevorzugt zum Einsatz kommen.

Ziel ist es, den Patienten ein strukturiertes Übungsprogramm mit den von ihnen gewünschten Themen an die Hand zu geben, das zusätzlich zu ihrer medizinischen Behandlung ihre Lebensqualität verbessert und durch eine Stärkung ihres Immunsystems die Heilungschancen erhöht.

Die Schwerpunkte sind:

  • Das Erlernen eines Entspannungsverfahrens
  • Vorstellungsübungen im Zustand der Entspannung
  • Auseinandersetzung mit psychologischen Themen
  • Freude und Spiel

Die biologischen Grundlagen: Ernährung, Bewegung, Schlaf.

Erarbeiten von Strategien hinsichtlich problembezogene Themen wie „Beziehungen“, „Selbstvertrauen“, „Konflikte“, „Abschied, Tod und Sterben, Neubeginn“, „Kränkungen“ etc.

Ganzheitliche und vitalisierende Aktivitäten: Bewegungsübungen, tanzen, spielen, singen etc. Transfer auf Berufspraxis und Alltag.

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