Das innere Team

Das Innere Team ist ein Persönlichkeitsmodell des Hamburger Psychologen Friedemann Schulz von Thun. Die Pluralität des menschlichen Innenlebens wird darin mit der Metapher eines Teams und seines Leiters dargestellt. Das soll die Selbstklärung in zwiespältigen Situationen unterstützen und damit die Voraussetzung für eine klare und authentische Kommunikation nach außen bieten.

Beim inneren Team und seinen innere Teammitgliedern handelt es sich um eine Metapher, die sich in der Selbstklärung als nützlich erwiesen hat. Jedes innere Teammitglied steht dabei für einen inneren Teil oder Aspekt der gesamten Persönlichkeit. Es ist weder im Sinne multipler Persönlichkeiten eine wiederum plurale Teilpersönlichkeit, noch ist es mit Gefühlen oder Verhaltensweisen zu verwechseln. Sichtbares Verhalten ist das Ergebnis eines inneren Prozesses. Jedes Teammitglied will immer nur das beste für den Teamchef. Verhalten kann also nur selten in einen dauerhaften und zwangsläufigen Zusammenhang mit einem einzelnen Teammitglied gebracht werden.

Teammitglieder unterscheiden sich auf vielfältige Weise – sie sind laut oder leise, melden sich schnell oder langsam, sind dominant im Außenkontakt oder zeigen sich nur nach innen, wo sie als Gedanke, Gefühl, Impuls, Stimmung oder Körpersignal auftreten. Zwischen Teammitgliedern herrscht eine ähnliche Gruppendynamik wie im äußeren Leben auch. In ihrer Gesamtheit spiegeln sie die Lebenserfahrungen eines Menschen wider, darunter die Meinung von Eltern, Freunden und Lebenspartnern oder die Werte von Gemeinschaften, denen man sich zugehörig fühlt.

Das innere Team in der Psychotherapie

Während das Innere Team im Coaching auf die Gegenwart und Zukunft des Menschen fokusiert ist, betrachtet die Psychotherapie natürlich auch die Vergangenheit. Dadurch können Traumata und andere Ursächlichkeiten in der Entwicklungsgeschichte des Menschen betrachtet und ggf. umgeschrieben werden. 

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Die äußere und den innere Bühne Die Methode der äußeren Bühne kommt aus der Gestalttherapie. Dabei nimmt der Patient die Position des inneren Anteils selbst wahr und kommt dadurch in die Kommunikation mit dem Therapeuten. Dabei können die inneren Anteile auch mittels Aufstellungen optisch dargestellt werden.

Auf der inneren Bühne übernimmt der Patient als Teamchef die Kommunikation mit den inneren Anteilen in einer Imanigation. Diese Methode setzt auch voraus, dass der Patient mit der Methode der Visualisierung vertraut ist bzw. diese erlernt. 

Weitere Informationen hierzu gerne im persönlichen Gespräch. Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme. 

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