Welche Rolle spielt Ernährung im Zusammenhang mit Krebs?

Zum Thema Ernährung scheiden sich mal wie so oft die Geister. Die Schulmedizin steht auf dem Standpunkt, dass es kaum Untersuchungen gibt, die sich mit dem Thema Entstehung oder Auswirkung auf Krebs beschäftigt (warum eigentlich nicht?). Andererseits weiß man aber, dass Ernährung sowohl in der Prävention – als auch während einer Krebstherapie eine große Rolle spielt. 

Hintergrund hierfür sind Erkenntnisse, dass die Ernährung in der westlichen Welt negativen Einfluss auf die Entstehung von Krankheiten (also auch von Krebs) hat. 

Die gängigen Ernährungskonzepte empfehlen, 50% des Energiebedarfs mit Kohlenhydraten abzudecken, 30-40% mit Fett und 10-20% mit Eiweiß. Diese Zusammensetzung entspricht nicht dem, wie unser Körper ursprünglich ausgelegt ist. Und diese Ernährungskonzepte berücksichtigen noch nicht die allg. gängige Fast-Food Ernährung. Der Mensch ist ein Kohlenhydrat-Mangelwesen. Das bedeutet, der menschliche Körper kann Zucker über sechs verschiedene Stoffwechselwege erzeugen, aber nur schwer wieder abbauen. Zucker, der nicht verbraucht wird, wird als Reserve eingelagert. 

Diese Grundstruktur im menschlichen Erbgut hat sich seit der Steinzeit nicht wesentlich verändert. Die Evolution denkt in Schritten von rund 200.000 Jahren und es dauert extrem lange, bis eine Veränderung genetisch abgebildet wird. Streng genommen wäre als die steinzeitliche Ernährung die einzig „artgerechte“ Ernährung für den Menschen. 

Vor mehr als 75 Jahren wurde Otto Warburg der Nobelpreis verliehen für seine Erkenntnis, dass Krebs durch eine geschwächte Zellatmung ausgelöst wird, der ein Sauerstoffmangel auf der Zellebene zugrunde liegt. Warburg war der Ansicht, dass eine beeinträchtigte Zellatmung zu Gärung führe, was zu einem niedrigen pH-Wert (Übersäuerung auf der Zellebene) führt.

In der Studie, für die ihm der Nobelpreis verliehen wurde, veranschaulicht Dr. Warburg, was in der Umgebung einer Krebszelle vor sich geht: Eine normale gesunde Zelle erfährt eine ungünstige Veränderung, wenn sie nicht mehr ausreichend Sauerstoff aufnehmen kann, um Glukose abzubauen, wobei Energie freigesetzt wird.

Fehlt Sauerstoff, so greift die Zelle auf ein urzeitliches Ernährungsprogramm zurück – sie ernährt sich nun, indem sie Glukose im Wege der Gärung umwandelt. Die Milchsäure, die bei der Gärung entsteht, lässt den pH-Wert in der Zelle sinken (stört das Säure-Basen-Gleichgewicht) und zerstört so die Fähigkeit von DNS und RNS, die Zellteilung zu steuern. Nun können sich die Krebszellen ungehindert vermehren. Gleichzeitig verursacht die Milchsäure starke lokal begrenzte Schmerzen, weil sie die Enzyme der Zelle zerstört. Der Krebs zeigt sich als schnell wachsende äußere Hülle um einen Kern aus toten Zellen. 

Darauf aufbauend basiert das Konzept der Ernährung von Dr. Rer. Nat. Johannes F. Coy, „Die neue Anti-Krebsernährung“.  Im Rahmen der Therapie bedeutet das eine extrem reduzierte Kohlenhydrataufnahme. Mit dieser individuell ausgerichteten Ernährung können dann diverse Therapien wieder wirken und/oder funktionieren. Darüber hinaus geht es darum, den Körper zu stärken und einer extremen Gewichtsabnahme vorzubeugen. 

Diese Ernährung ist in der Extremform nur als therapeutische Maßnahme unter ärztlicher Kontrolle umzusetzen. Aus diesem Grund arbeite ich hier sehr eng mit der Praxisklinik Biosanum zusammen. 

Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme – gemeinsam klären wir Ihre Ernährungsgewohnheiten und Ihren Weg in eine für Sie optimale Ernährung. 

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